"Das muss ja nicht eine männliche Beschäftigung bleiben!" -

Die Philosophin Hanna Arendt in einem Interview zur Frage der Philosophie im 21. Jahrhundert.

Philosophieren und realitätsstiftung

Philosophie versucht sich an einer Gesamtdeutung der Welt ( K. Jaspers), daher geht sie von der Einzelexistenz aus (Wer bin ich? Woher komme ich, wohin gehe ich?) und schreitet von der Selbsterkenntnis ("Erkenne dich selbst") zur Erkenntnis im Anderen, zum Du (Freund, Partner, "Feind"), zum Wir (Familie, Gemeinschaft und Gesellschaft) bis zur Welterkenntnis (Kosmologie, Metaphysik, Gotteserkenntnis) voran.  Daher haben die Philosophen immer einen Bezug zur Politik gehabt und bewusst auch hergestellt. Philosophieren sollte letztlich zu einem Nachdenken über uns selbst und über unsere Welt führen und auf diese Weise einen elementarten Beitrag leisten, diese zum Besseren zu verändern. Denken kann unser Verhalten tiefgründig verändern, weil Denken auf Erkenntnis beruht. Im Folgenden listen wir einige Bereiche auf, mit denen wir uns beschäftigen und von denen wir glauben, dass sie im 21. Jahrhundert von großer Bedeutung für ein intensives Nachdenken sein werden. Vor allem ein "Philosophieren", das von Frauen geprägt wird, liegt uns am Herzen, weil die "weiblichen" Sichtweisen von Schlüsseleigenschaften geprägt sind, die ein großes Potential haben, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und es müssen nicht immer die Frauen selbst sein, die "weiblich" denken!